Spiel am 15.09.2013: TSG Kammerbach - LFV 0:3 (0:0)

Einbahnstraßenfußball mit magerer Torausbeute

Beim Auswärtsspiel in Kammerbach war der LFV von Beginn an drückend überlegen. Es entwickelte sich gegen die teilweise mit allen Mann verteidigenden Gastgeber ein Spiel auf ein Tor mit gefühlten 80 Prozent Ballbesitz für den LFV.

Doch trotz einem guten Dutzend Eckbällen und einem halben Dutzend bester Torchancen gelang es unserer Mannschaft in der ersten Halbzeit nicht, den Ball im Kasten der Gastgeber unterzubringen. Weil sich fast alle Spieler im Auslassen bester Chancen gegenseitig überboten, musste man mit einem enttäuschenden 0:0 in die Halbzeitpause gehen, was die mitgereisten Lichtenauer Fans bei dieser drückenden Überlegenheit unserer Mannschaft mit einiger Ratlosigkeit registrierten.

Der Einbahnstraßenfußball auf das Kammerbacher Tor fand in der zweiten Halbzeit seine Fortsetzung - zur Erleichterung des LFV-Anhangs jetzt endlich auch mit zählbaren Erfolgen. Dem sich immer wieder in den Angriff mit einschaltendem Außenverteidiger Reiner Tadych blieb es vorbehalten, in der 58. Minute per Kopf nach Flanke von Kai Simon den erlösenden und überfälligen 1:0-Führungstreffer für den LFV zu erzielen. Als dann Waldemar Hein mit einem gefühlvollen Schlenzer über den Torwart hinweg ins lange Eck in der 67. Minute auf 2:0 erhöhte, war die Partie bereits endgültig entschieden. Zu harmlos waren die Aktionen der Gastgeber bis zu diesem Zeitpunkt. Das Tor des Tages fiel dann in der 84. Minute nach äußerst sehenswertem Kombinationsspiel. Nach starker Vorarbeit von Sebastian Becker kam der Ball zu Florian Meister. Dieser ließ im Kammerbacher Strafraum zunächst noch zwei Abwehrspieler aussteigen. Anstatt aber nun selbst den möglichen Abschluss zu suchen, legte er selbstlos und gekonnt dem noch etwas besser postierten Atakan Polat auf, so dass dieser wenig Mühe hatte, zum 3:0-Endstand für den LFV zu vollenden.

Wenn auch unsere Mannschaft dieses Auswärtsspiel letztlich sicher und hochverdient für sich entscheiden konnte, so muss man doch das über weite Strecken fahrlässige Auslassen bester Torchancen bemängeln. Gerade in noch bevorstehenden Spielen gegen stärkere Mannschaften wird man sich dies auf Dauer nicht erlauben können, wenn man sich nicht selbst um die Früchte der alles in allem durchaus guten Spielanlage bringen will. Bereits im Heimspiel am kommenden Sonntag um 15:00 Uhr gegen die SG Abterode/Eltmannshausen sollte man das Augenmerk darauf lenken, dieses Manko endlich abzustellen.