Spiel am 24.11.2013: SV Reichensachsen II - LFV 2:3 (0:1)

Siegtor erst in der Nachspielzeit

Nach vierwöchiger Zwangspause wegen Unbespielbarkeit der Plätze konnte der LFV in Reichensachsen endlich mal wieder ein Spiel bestreiten. Auf ungewohntem Kunstrasenbelag hatten die Jungs von Trainer Stefan Möller mit dem sehr kampfstarken und bisweilen recht rustikal zur Sache gehenden Gegner mehr Mühe, als ihnen lieb war und konnten auch erst durch einen Last-Minute-Treffer in der Nachspielzeit die so wichtigen drei Punkte unter Dach und Fach bringen.

Zwar war unsere Mannschaft spielerisch überlegen und bestimmte auch weitgehend das Spielgeschehen. Doch fehlte es unseren Offensivspielern auf dem extrem kleinen Platz gegen einen sehr defensiv eingestellten Gegner meistens an Räumen nach vorn. Deshalb gelang es ihnen auch nur selten, ein druckvolles Kombinationsspiel aufzuziehen und gefährlich vor dem Tor der Gastgeber aufzutauchen. Da zudem zwei Großchancen durch Sebastian Becker und Reiner Tadych ungenutzt blieben, dauerte es bis zur 33. Spielminute, ehe Stefan Ludwig nach starker Vorarbeit von Sebastian Becker und Zuspiel von Waldemar Hein das verdiente 1:0 für den LFV erzielen konnte. Mit dieser knappen Führung ging es dann auch in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit agierten die Gastgeber, die sich bis dahin nicht eine Chance erarbeiten konnten, ein wenig offensiver und mutiger. Als der LFV in der 58. Minute unkonzentriert den Ball in der eigenen Hälfte vertändelte, konnten sie diesen Fehler bei ihrer ersten Chance gleich zum 1:1-Ausgleich nutzen. Doch sollte es für den LFV in der 64. Minute noch schlimmer kommen. Als Waldemar Driegert im eigenen Strafraum einen Reichensächser Stürmer mit völlig korrektem Einsatz vom Balle trennte, entschied die junge Schiedsrichterin total überraschend und zum Entsetzen aller Lichtenauer Spieler und Zuschauer auf Foulelfmeter, den die Gastgeber auch sicher zur eigenen Führung verwandelten. Trainer Stefan Möller reagierte sofort auf diesen ungewohnten Rückstand und brachte nun den noch leicht angeschlagenen Cem Calisir zum Einsatz. Mit seiner Quirligkeit und Ballsicherheit belebte dieser auch sichtlich noch einmal unser inzwischen etwas lahmende Angriffsspiel und war auch maßgeblich am Ausgleichstreffer in der 74. Minute beteiligt, als er von seinem Gegenspieler im Strafraum gefoult wurde. Den fälligen Elfmeter konnte Waldmar Hein gewohnt sicher verwandeln. In der Schlussphase warf dann der LFV alles nach vorn und berannte nun permanent, aber teilweise etwas plan- und ideenlos das Gehäuse der Gastgeber. Als die vierminütige Nachspielzeit längst lief und sich die meisten Zuschauer bereits mit einem Remis abgefunden hatten, blieb es dann unserem Youngster Atakan Polat vorbehalten, per Kopf doch noch den vielumjubelten 3:2-Siegtreffer für den LFV zu erzielen und damit einen schmerzlichen Dämpfer im Meisterschaftsrennen in letzter Minute abzuwenden.

Da man aufgrund der angekündigten Witterungsbedingungen davon ausgehen muss, dass das für kommenden Sonntag angesetzte Nachholspiel gegen Rot-Weiß Fürstenhagen erneut ausfällt, war dieses Spiel in Reichensachsen vermutlich das letzte vor der anstehenden Winterpause. Mit nunmehr 13 Siegen aus 15 Spielen bei einem Unentschieden und nur einer Niederlage ist unsere junge und relativ unerfahrene Mannschaft mehr als im Soll und kann ganz entspannt die anstehenden Feiertage genießen. Im neuen Jahr wird Trainer Stefan Möller seine Jungs dann gewohnt konzentriert und gründlich auf die Rückrunde vorbereiten, die man mit großer Zuversicht angehen kann, da nach der Winterpause noch einige Neuzugänge unsere Mannschaft weiter verstärken werden. Deshalb darf man sich im Lager des LFV auch berechtigte Hoffnungen machen, dass unsere Mannschaft am Ende der Serie die Nase ganz vorn hat oder zumindestens den zweiten Tabellenplatz erreicht, der ja dann zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation berechtigt.