Spiel am 10.05.2014: FC Großalmerode II - LFV 1:4 (1:1)

Nach verschlafener Anfangsviertelstunde am Ende klarer Sieg

Obwohl sich unsere Mannschaft zu Beginn des Spieles in einem kollektiven Tiefschlaf befand, konnte sie am Ende doch noch einen klaren 4:1-Auswärtssieg erringen und hat damit drei Spieltage vor Serienende vier Punkte Vorsprung auf Verfolger TSG Fürstenhagen, der am Freitag mit einem überraschenden 1:1 im Nachholspiel gegen Frieda/Schwebda/Aue patzte.

DriluIn der Anfangsphase des Spieles schienen unsere Jungs von allen guten Geistern verlassen und ließen bereits nach wenigen Minuten die 1:0-Führung der Platzherren zu, wobei unsere gegen Fürstenhagen noch so stabile Abwehr alles andere als gut aussah. Nach einer weiteren Unachtsamkeit unserer Abwehrspieler hatte Großalmerode sogar das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte mit einem platziert geschossenen Foulelfmeter aber an unserem hervorragend reagierenden Keeper Daniel Schmidt, der den Ball sprunggewaltig um den Pfosten lenken konnte. Hätte Großalmerode diesen Elfmeter verwandelt, wäre es für den LFV sicher sehr schwer geworden, das Spiel noch einmal herumzureißen. Doch wirkte dieser phantastisch gehaltene Elfmeter wie eine Initialzündung für unsere Mannschaft, die nun klar das Spiel bestimmte und sich eine Großchance nach der anderen erspielte, aber ein ums andere Mal an der eigenen Unkonzentriertheit beim Abschluss scheiterte. Zudem hatte sie bei zwei Pfostentreffern großes Pech. Zunächst scheiterte Michael Classen allein vorm leeren Tor am Aluminium. Später krachte noch ein gewaltiger Weitschuss von Kevin Christl an den Pfosten. Leider wurde auch ein Kopfballtreffer, bei dem der Ball nach verlässlicher Aussage einiger Zuschauer erst hinter der Torlinie vom Torhüter abgewehrt wurde, vom schlecht postierten Schiedsrichter nicht als Tor anerkannt. Als die Lichtenauer Zuschauer schon der Verzweiflung nahe waren, brachte Trainer Stefan Möller zehn Minuten vor Halbzeit mit der Einwechslung von Atakan Polat für den etwas unglücklich agierenden Cem Calisir noch einmal neuen Schwung in die LFV-Angriffsaktionen. eckballgroaTorjäger Michael Classen blieb es dann vorbehalten, kurz vor Halbzeit doch noch den längst überfälligen Ausgleich zu erzielen. Von den Großalmeröder Abwehrspielern völlig aus den Augen gelassen, kam er im Strafraum alleinstehend an den Ball und ließ sich diese Chance nicht entgehen, gewohnt abgeklärt zum 1:1-Halbzeitstand zu verwandeln.

Auch nach Halbzeit blieb der LFV weiter am Drücker und konnte schon bald durch ein Tor von Florian Meister verdient mit 2:1 in Führung gehen. In der Folgezeit lief Angriff auf Angriff auf das Gehäuse der Gastgeber, die nun mit ihren wenigen zaghaften Gegenangriffen frühzeitig in der jetzt wieder sattelfesten LFV-Abwehr hängen blieben, so dass unser Torhüter bis zum Schlusspfiff kaum noch beschäftigt wurde. Mitte der zweiten Halbzeit bejubelte der Lichtenauer Anhang schon das vermeintliche 3:1 durch Atakan Polat nach gekonnter Vorarbeit von Kai Simon. Doch versagte der Unparteiische diesem korrekten Treffer wegen einer angeblichen Abseitsstellung des Torschützen seine Anerkennung. Da von unseren Angreifern noch weitere hochkarätige Chancen nicht genutzt wurden, konnte dann erst Michael Classen eine Viertelstunde vor Schluss durch einen sicher verwandelten Handelfmeter den längst fälligen dritten Treffer für den LFV erzielen, dem Sofyan El Habachi nur wenige Minuten später noch ein viertes Tor zum 4:1-Endstand folgen ließ. Dabei verwandelte Sofyan eine Vorlage des sich immer wieder in den Angriff mit einschaltenden Kai Simon aus rund zehn Metern Entfernung per überlegtem Flachschuss unhaltbar für den Großalmeröder Keeper.

Bei jetzt vier Punkten Vorsprung brauchen wir aus den letzten drei Serienspielen nur noch fünf Punkte zu holen, um uns die Meisterschaft und den Aufstieg in die Kreisoberliga zu sichern - eine schon jetzt überaus beeindruckende Leistung unserer Jungs, die im bisherigen Saisonverlauf bereits 24 Siege bei lediglich einem Unentschieden und zwei Niederlagen erringen konnten. Sollte man am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Germerode den erwarteten nächsten Sieg einfahren, bestände die große Chance, bereits eine Woche später im Auswärtsspiel in Hopfelde die Meisterschaft mit einem weiteren Sieg vorzeitig unter Dach und Fach zu bringen.