Spiel am 31.05.2014: LFV - SG Frieda/Schwebda/Aue 5:3 (2:0)

Flottes Spiel mit kurzzeitigem Blackout

Obwohl Meisterschaft und Aufstieg bereits seit einer Woche unter Dach und Fach waren, zeigte unsere Mannschaft im letzten Serienspiel noch einmal eine sehr ansprechende Leistung und konnte dem zuletzt so starken Tabellenvierten deutlich seine Grenzen aufzeigen, wobei der 5:3-Sieg bei besserer Chancenverwertung weit höher hätte ausfallen können.

Obwohl LFV-Trainer Stefan Möller mehreren Stammspielern eine Pause gönnte und in der Startelf alle Spieler einsetzte, die sich bisher vorwiegend als Ergänzungsspieler bewährt hatten, war unsere Mannschaft von Beginn an spielerisch klar überlegen und zeigte den recht zahlreichen Zuschauern bei schönstem Fußballwetter noch einmal begeisternden Kombinationsfußball. Nachdem gleich in der Anfangsphase ein Tor von Waldemar Hein wegen Abseitsstellung nicht anerkannt wurde, erzielte Waldemar in der 16. Minute nach einem sehr sehenswerten Spielzug und wunderbarer Vorarbeit des erneut sehr stark aufspielenden Florian Meister dann doch seinen Treffer zur 1:0-Führung für den LFV. In der 26. Minute konnte dann Karlheinz Wegendt mit einem wunderschönen Freistoßtor auf 2:0 erhöhen. Dabei ließ er dem Gästetorhüter mit seinem gefühlvollen Heber über die Mauer hinweg direkt neben den Innenpfosten nicht den Hauch einer Chance. Trotz weiterer Chancen, die aber nichts Zählbares mehr einbrachten, ging es mit dieser 2:0-Führung auch in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel bot sich den zufriedenen Zuschauern zunächst das gleiche Bild. Mit gekonnten Kombinationen setzte der LFV die Gästeabwehr ein ums andere Mal unter Druck und konnte durch zwei Treffer von Atakan Polat den Vorsprung auf 4:0 ausbauen. Im Gefühl des sicheren Sieges ließen es unsere Jungs dann ruhiger angehen - wie sich zeigte allerdings zu ruhig. Man agierte plötzlich allzu sorglos und diesen kollektiven Blackout nutzten die nicht aufsteckenden Gäste zwischen der 74. und 77. Minute zu drei Gegentreffern innerhalb von vier Minuten, so dass es auf einmal nur noch 4:3 stand. Als unsere Mannschaft danach das Tempo aber wieder anzog, erspielte sie sich fast im Minutentakt weitere Großchancen, die aber äußerst fahrlässig vergeben wurde. Insbesondere unser sonst so treffsichere Goalgetter Michael Classen zeigte bei drei, vier Gelegenheiten, bei denen er den gegnerischen Keeper normalerweise fragt, wo er den Ball hinhaben möchte, für ihn völlig ungewohnte Abschlussschwächen. Vermutlich hätte er an diesem Nachmittag selbst ein leeres Scheunentor nicht getroffen. Vielleicht hat er sich seine Tore aber auch bereits für die nächsten Spiele in der Kreisoberliga aufgehoben. So blieb es dann seinem Sturmpartner Atakan Polat vorbehalten, mit einem weiteren Treffer in der Nachspielzeit noch auf 5:3 zu erhöhen.

Mit diesem hochverdienten Sieg in einem äußerst unterhaltsamen Spiel, endete eine für den LFV phantastische Saison, in der unsere Mannschaft mit 27 Siegen aus 30 Spielen souverän und hochverdient die Meisterschaft und den Aufstieg in die Kreisoberliga erringen konnte. Dies wurde dann im Anschluss an das Spiel gemeinsam mit den Zuschauern am Sportplatz an der Heinrichstraße bis spät in die Nacht noch ausgiebig gefeiert. Unter den Gästen war auch unser 1. Stadtrat Heinz E. Vogt, der in Vertretung des Bürgermeisters die Glückwünsche und ein kleines Präsent der Stadt Hessisch Lichtenau überbrachte.

Alle waren sich am Ende einig: Mit unserer hochtalentierten und spielstarken, aber trotzdem noch entwicklungsfähigen Mannschaft dürfen wir uns schon jetzt auf die bevorstehende Saison in der Kreisoberliga freuen, der wir alle mit großer Zuversicht entgegensehen!