Spiel am 19.10.2014: TSG Fürstenhagen - LFV 0:2 (0:1)

Glänzender Reiner Tadych Garant des Derbysieges

In einem weitgehend ausgeglichenen Lokalderby mit spielerischen Vorteilen für den LFV konnten wir in Fürstenhagen einen etwas glücklichen, aber insgesamt nicht unverdienten 2:0-Sieg erringen. Garant des knappen Erfolges war unser Keeper Reiner Tadych, der den noch verletzten Daniel Schmidt glänzend vertrat und mit einigen spektakulären Paraden die drei Punkte sicherte.

Vor einer großen Zuschauerkulisse, überwiegend LFV-Anhänger, entwickelte sich bei herrlichem Fußballwetter ein Spiel, das vorwiegend von der Spannung lebte. In einer Begegnung zweier Mannschaften auf Augenhöhe blieben die spielerischen Akzente allerdings ein wenig auf der Strecke, da sich beide Mannschaften weitgehend neutralisierten. Wie von unserem Trainer Stefan Möller erwartet, suchte Fürstenhagen sein Heil mit langen Bällen aus einer verstärkten Defensive, die unsere an diesem Tage recht sattelfeste Abwehr aber zunächst vor keine großen Probleme stellte. So konnte sich der LFV in der Anfangsphase auch eine leichte Überlegenheit erspielen. Außer einem beherzten Fernschuss von Michael Classen, der allerdings abgewehrt wurde, waren dabei aber kaum zwingende Aktionen zu verzeichnen. Zwischen der 25. und 35. Minute hatten dann die Gastgeber ihre stärkste Phase, in der sie sich einige Großchancen erspielten, die allerdings von unserem glänzend aufgelegten Keeper Reiner Tadych mit spektakulären Paraden zunichte gemacht wurden. Etwas überraschend fiel dann in der 38. Minute das 1:0 für den LFV. Nach einer weiten Freistoßflanke von Kalle Wegendt und einer verunglückten Faustabwehr des Fürstenhagener Torhüters spitzelte Waldemar Hein das Leder reaktionsschnell zum Führungstreffer über die Linie. Kurz danach hatte der für John Schneider eingewechselte Atakan Polat sogar den zweiten LFV-Treffer auf dem Fuß. Nachdem er sich im Zweikampf gegen seinen Gegenspieler bereits durchgesetzt hatte, zögerte er allerdings mit dem Torabschluss zu lange, so dass Fürstenhagens Abwehrspieler in letzter Sekunde doch noch klären konnte.

In der zweiten Halbzeit verstärkten die Gastgeber ihre Angriffsbemühungen, ohne sich allerdings gegen die gut gestaffelte LFV-Abwehr entscheidend durchsetzen zu können. Lediglich noch einmal musste Reiner Tadych im Tor sein ganzes Können aufbieten, um mit toller Fußabwehr gegen einen allein auf ihn zulaufenden TSG-Angreifer zu klären. In der 65. Minute wäre aber auch unser an diesem Tag überragende Torhüter machtlos gewesen, als TSG-Torjäger Domenic Appel, der ansonsten bei Kapitän Waldemar Driegert bestens aufgehoben war, mit einem fulminanten Freistoß-Kracher aus gut 20 Metern lediglich die Querlatte traf. In der Folgezeit, insbesondere nach der Gelb-Roten Karte für Fürstenhagens Abwehrspieler Krause, hatten unsere Jungs das Spiel dann wieder weitgehend im Griff, machten aber insgesamt zu wenig aus ihren Konterchancen. Dies änderte sich dann zwei Minuten vor Schluss. Nach der schönsten Kombination des gesamten Spieles hatte Michael Classen im Strafraum plötzlich völlig freie Schussbahn. Als nun alle mit seinem Torschuss rechneten, spielte Michael äußerst uneigennützig auf den noch besser postierten Atakan Polat ab, der nun seinerseits wenig Mühe hatte, den Ball zum 2:0-Endstand in die Maschen zu setzen. Nach dem Schlusspfiff der Schiedsrichterin Simone Beckmann, die das Spiel alles in allem sehr sicher im Griff hatte, zum Schluss der Begegnung aber teilweise etwas kleinlich pfiff und dann auch überaus schnell der Gelben Karte zur Hand war, bedankten sich unsere Spieler zunächst bei ihrem an diesem Tage überragenden Torhüter Reiner Tadych, um sich gleich anschließend mit einer Welle bei den noch immer zahlreich anwesenden Lichtenauer Zuschauern für ihre wieder großartige Unterstützung zu bedanken.

Folgende Spieler waren am erneuten Derbysieg beteiligt:

Reiner Tadych, Stefan Ludwig, Waldemar Driegert, Lukas Dickel, Kevin Christl, Waldemar Hein, Karlheinz Wegendt, Florian Meister, John Schneider, Cem Calisir, Michael Classen, Atakan Polat, Sofyan El Habachi, Aykut Yilmaz (ohne Einsatz).

Nachdem wir mit diesem schwer erkämpften Auswärtssieg die Tabellenführung knapp behaupten konnten, steht nun am kommenden Samstag um 15:00 Uhr an der Heinrichstraße das Schlagerspiel gegen den absoluten Meisterschaftsfavoriten SV Reichensachsen auf dem Spielplan. Reichensachsen hat bisher zwei Spiele weniger ausgetragen als wir, hat aber nur zwei Punkte Rückstand auf uns. Nur mit einem Sieg in diesem für uns bereits letzten Vorrundenspiel haben wir also die kleine Chance, die Vorrunde als Gruppenerster abzuschließen, was aber eigentlich schon eine echte Sensation wäre. Auf jeden Fall, egal wie dieses Spiel ausgeht, können wir froh und glücklich sein über das, was wir als Neuling bisher erreicht haben. Großes Kompliment an unsere Mannschaft und unseren so engagierten Trainer Stefan Möller!