Unbekannt und gefährlich (HNA 14.07.2014)

HESSISCH LICHTENAU. Der
Weg zum Titelgewinn in der Fußball-Kreisliga A war eindrucksvoll und die
Konkurrenz ist gewarnt. 82 von 90 möglichen Punkten holte der Lichtenauer FV in
der abgelaufenen Serie und ist nach Einschätzung vieler Beobachter als
Aufsteiger eine große Bereicherung für die Kreisoberliga. „Natürlich müssen wir
uns als Aufsteiger erst einmal an die Bedingungen in der neuen Klasse gewöhnen,
doch mit einer eingespielten Mannschaft sollte das uns nicht allzu schwer
fallen", meint Trainer Stefan Möller. Mit einer recht jungen Mannschaft hat
sich der Aufsteiger sogar viel vorgenommen und will in jedem Fall für frischen
Wind in dieser Klasse sorgen. „Es gab Zeiten, da hat sich die Mannschaft mangels
personeller Alternativen praktisch von selbst aufgestellt. Bei einem breiten
Kader von 20 Aktiven habe ich in der kommenden Runde in der Besetzung der ersten
Elf praktisch die Qual der Wahl", so Möller.

Härte gefürchtet

Vor der Spielstärke der Konkurrenz in
der höheren Klasse ist ihm bei den Qualitäten der eigenen Kicker deshalb auch nicht
bange, eher vor der Robustheit und der Härte einiger Rivalen. „Gerade
Leichtgewichte wie unser Torjäger Michael Claßen müssen sich auf so etwas
einstellen. Das ist aber auch eine der größten Herausforderungen für das
gesamte Team", meint Möller.LFV2014 Für frischen Wind in der Offensive sollen die drei
Zugänge sorgen. Rechtsaußen John Schneider aus Kaufungen ist ein großes Talent
und bringt alle Voraussetzungen mit, ganz schnell den Sprung in die Stammelf zu
schaffen. Neu sind auch Lütfi Elevli vomNachbarn und Mitaufsteiger TSG Fürstenhagen
sowie Rüdiger Reyes (SG Kleinalmerode/ Hundelshausen/Dohrenbach), die durchaus
das Sturmspiel beleben können wenn sie sich in den Dienst der Mannschaft stellen.
Prunkstück Mittelfeld Das
Prunkstück beim Neuling ist und bleibt aber das Mittelfeld mit Spielern, die
bereits in höheren Klassen Erfahrungen sammelten. Routinier Karl-Heinz Wegendt
kickte bereits in der Oberliga, dessen Nebenleute wie Florian Meister und
Waldemar Hein sind beim neuen Kreisoberligisten ebenfalls feste Größen. Nur Kai
Simon tritt aus beruflichen Gründen etwas kürzer, dafür wurde Lukas Dickel
bereits nahtlos in die Hintermannschaft integriert. „Wir haben das große Plus,
eine ganze Reihe von torgefährlichen Spielern zu haben. Darauf und auf unser
variables Spiel muss sich die Konkurrenz erst einmal einstellen", meint der
LFV-Coach. Bei der Frage nach den Meisterschaftsfavoriten sind Vizemeister SV
Reichenschsen und der SC Niederhone für Stefan Möller die erste Wahl. Auch der
SV Weidenhausen II ist nach Einschätzung des Lichtenauer Trainers nicht zu unterschätzen.
Und die eigenen Ziele? „Wir wollen schon vor Beginn der Winterpause einen
komfortablen Vorsprung vor den Mannschaften in der hinteren Tabellenregion
haben und werden angreifen", verspricht Stefan Möller. (eki)