Spiel am 09.11.2014: SG Meißner - LFV 0:3 (0:3)

Gegen Abstiegskandidaten erneut nicht mit Ruhm bekleckert

Wie schon eine Woche zuvor gegen Hopfelde-Hollstein konnte unsere Mannschaft beim Auswärtsspiel gegen den Tabellenvorletzten SG Meißner auch im zweiten Derby gegen einen designierten Absteiger spielerisch nicht überzeugen und musste sich am Ende mit einem glanzlosen 3:0-Pflichtsieg zufrieden geben.

Auf dem relativ kleinen und durch das hohe Gras schwer zu bespielenden Platz in Velmeden übernahm unsere Mannschaft zwar sofort die Initiative, fand aber nur ganz selten zu ihrem sonst gewohnten Kombinationsspiel, so dass sie die dicht gestaffelte Abwehr der Gastgeber nur selten ernsthaft in Gefahr bringen konnte. Dennoch ging sie bereits in der 12. Spielminute mit 1:0 in Führung, als Atakan Polat nach Vorarbeit von Kevin Christl den Ball im Nachsetzen ins Netz beförderte. In der Folgezeit spielten die LFV-Akteure trotz aller Überlegenheit weiterhin äußerst umständlich und leisteten sich erschreckend viele Ungenauigkeiten und Fehlpässe, so dass kaum einmal ein Spielzug über mehr als drei Stationen lief. Auch eine gewisse Überheblichkeit war in einigen Aktionen zu erkennen. Dies hätte fast zum Ausgleichstreffer geführt, als Kevin Christl als letzter Mann einen Ball leichtsinnig vertändelte und so ein SG-Angreifer ungehindert auf unser Tor losstürmen konnte. Zum Glück konnte unser Keeper Reiner Tadych den Ball mit einer Klasse-Parade abwehren. Auch in der zweiten Halbzeit musste er noch einmal bei einem der seltenen Meißner-Angriffe sein ganzes Können aufbieten, um auch im vierten Spiel nacheinander ohne Gegentor zu bleiben. Er avancierte somit zum besten Spieler seiner Mannschaft, in der ansonsten kaum ein Akteur Normalform erreichte. Trotzdem konnte der LFV in der 27. Minute seinen Vorsprung durch John Schneider auf 2:0 ausbauen, was John mit seinem obligatorischen Salto feierte, der eindeutig besten Aktion des gesamten Spieles. Danach konnten sich die wieder zahlreichen Lichtenauer Zuschauer nur noch am dritten LFV-Treffer vier Minuten später durch Luetfi Elevli erfreuen. Als er in Strafraumnähe keine Anspielstation fand, wagte er einen Schuss und beförderte den Ball per Bogenlampe über den etwas zu weit vorm Tor postierten SG-Schlussmann zur Überraschung aller zum 3:0 ins Netz. Die größte Torchance des gesamten Spieles vergab wenig später John Schneider. Mit drei weiteren LFV-Angreifern allein auf den gegnerischen Torhüter zulaufend, scheute er den durchaus angebrachten eigenen Torschuss und spielte den Ball nach rechts ab, allerdings viel zu überhastet und ungenau, so dass am Ende die nachgelaufenen Meißner-Abwehrspieler noch klären konnten.

Was die Akteure beider Mannschaften in der zweiten Halbzeit dann boten, hatte mit Kreisoberliga-Fußball nur wenig gemein und ließ neben so manchem Zuschauer auch unserem Trainer Stefan Möller vor Ärger die Nackenhaare zu Berge stehen. Seine Jungs leisteten sich einen Fehlpass nach dem anderen und hatten bei einem Freistoß für die SG Meißner sogar Glück, dass dieser lediglich am Lattenkreuz landete und es beim 3:0-Endstand für den LFV blieb. Ein neutraler Beobachter wäre in dieser grottenschlechten zweiten Halbzeit wohl niemals auf die Idee gekommen, dass hier ein Tabellenführer gegen einen designierten Absteiger spielt. So war der Schlusspfiff schließlich eine Erlösung für die arg strapazierten Augen aller LFV-Anhänger.

Für den LFV kamen folgende Spieler zum Einsatz:

Reiner Tadych, Stefan Ludwig, Kevin Christl,Waldemar Driegert, Aykut Yilmaz, Waldmar Hein, Luetfi Elevli, Karlheinz Wegendt, Sofyan El Habachi, Atakan Polat, John Schneider, Michael Classen, Lukas Dickel, Sebastian Becker.

Im letzten Spiel vor der Winterpause treffen wir am kommenden Sonntag um 14:30 Uhr am Sportplatz Heinrichstraße auf den punktgleichen Tabellenzweiten SV Weidenhausen II. In diesem Gipfeltreffen gegen einen Meisterschaftsaspiranten werden sich fast alle LFV-Akteure gewaltig steigern und noch einmal alle Kräfte mobilisieren müssen, wenn man die Punkte in Lichtenau behalten will. Dass sie dazu in der Lage sind, haben sie oft genug bewiesen, auch wenn sie in den letzten Spielen augenscheinlich an spielerischer Klasse eingebüßt haben. Dass wir als Aufsteiger mit nur einer Niederlage aus 16 Spielen derzeit noch Tabellenführer sind, darf man aber schon jetzt als Riesenerfolg ansehen. Sollten wir mit der hoffentlich wieder lautstarken Unterstützung unserer Zuschauer noch einmal einen Sieg einfahren können, hätten wir uns auf jeden Fall eine fast optimale Ausgangsposition für die sicher noch sehr spannende Rückrunde gesichert.