Spiel am 22.03.2015: SC Niederhone - LFV 6:2 (4:0)

Leistungs-Tiefpunkt jetzt erreicht?

Die Umstellung nach den (zu vielen?) Hallenturnieren vom glatten Hallenparkett auf den etwas holprigen Rasenuntergrund ist unserer Mannschaft augenscheinlich immer noch nicht gelungen. So gab es im zweiten Spiel nach der Winterpause mit einer 2:6-Klatsche beim Tabellenfünften in Niederhone die zweite peinliche Auswärtsniederlage hintereinander.

Wer nach der desolaten Leistung bei der 1:3-Niederlage in Hundelshausen geglaubt hatte, es könne nur noch besser werden, der wurde in Niederhone schnell eines Besseren belehrt. Was unsere Mannschaft dort insbesondere in der 1. Halbzeit bot, war für die mitgereisten Fans und auch für Trainer Stefan Möller eine echte Zumutung. Unsere Angriffsbemühungen strahlten so viel Torgefahr aus wie eine Murmeltier-Familie beim Winterschlaf, so dass bis zur Halbzeit gerade mal ein einziger gelungener Spielzug unserer Mannschaft zustande kam. Offensichtlich wirklich noch im Winterschlaf befanden sich aber unsere Abwehrspieler, die ihren Gegenspielern viel zu viele Freiräume ließen und diese sogar mit kapitalen Fehlern zu besten Torchancen förmlich einluden. So war es kaum verwunderlich, dass die Gastgeber bereits nach 11 Minuten mit 2:0 in Führung gehen konnten, wobei bei beiden Treffern unsere völlig ungeordnete Abwehr entscheidende Schützenhilfe leistete. Das verletzungsbedingte Fehlen unserer etatmäßigen Außenverteidiger Stefan Ludwig und Reiner Tadych machte sich hier äußerst schmerzlich bemerkbar. Und da auch noch Kapitän Waldemar Driegert leicht angeschlagen war und zunächst geschont wurde, schwamm unsere Abwehr in der Anfangsphase wie einst die Titanic nach der verhängnisvollen Kollision mit einem Eisberg. Erst als Waldemar in der 16. Minute für den frühzeitig verletzten Kevin Christl ins Spiel kam, verlieh er unserem Abwehrverband etwas mehr Stabilität, konnte aber zwei weitere Treffer der Gastgeber zum deprimierenden 0:4-Pausenrückstand auch nicht verhindern.

Wie verwandelt kamen dann unsere Jungs zur 2. Halbzeit aus der Kabine und zeigten zumindestens, dass die Moral der Truppe trotz der letzten Rückschläge noch intakt ist und dass sie das Fußballspielen noch nicht komplett verlernt haben. Sie ließen die Gastgeber kaum noch zur Entfaltung kommen und schnürten sie minutenlang in ihrer eigenen Hälfte ein. Nachdem die ersten beiden Großchancen noch nicht genutzt wurden, schenkte uns der nicht immer sehr souveräne Schiedsrichter einen Handelfmeter, den Michael Classen in der 59. Minute sehr sicher zum 1:4 verwandelte. Als dann nur vier Minuten später der in dieser Phase stark aufspielende Luetfi Elevli mit dem Ball am Fuss entschlossen in den Strafraum eindrang, dort einige Gegenspieler aussteigen ließ und eine gefühlvolle Flanke vor das Tor schlug, war Sebastian Becker mit dem Kopf zur Stelle und konnte unhaltbar auf 2:4 verkürzen. Da fast noch eine halbe Stunde Spielzeit verblieb, war jetzt eine spürbare Verunsicherung bei den Gastgebern zu erkennen. Doch konnten sie schon in der 69. Minute bei ihrer ersten Chance in der 2. Halbzeit ihren Vorsprung wieder ausbauen. Nach einem umstrittenen Freistoß konnte ein Angreifer der Gastgeber in unserem Strafraum nur wenige Meter vom Tor entfernt völlig freistehend per Kopf den fünften Treffer für sein Team erzielen. Wo waren in diesem Moment eigentlich unsere Abwehrspieler? Auch dem letzten Tor zum 2:6-Endstand in der Nachspielzeit ging wieder ein eklatanter individueller Abwehrfehler voraus, so dass man mit Fug und Recht das Fazit ziehen kann: Wir haben uns mit einer katastrophalen Gesamtleistung gepaart mit individuellen Fehlern mal wieder selbst geschlagen!

Folgende Spieler kamen zum Einsatz:

Daniel Schmidt, Sofyan El Habachi, Kevin Christl, Lukas Dickel, John Schneider, Lucas Thümling, Waldemar Hein, Florian Meister, Karlheinz Wegendt, Sebastian Becker, Michael Classen, Waldemar Driegert, Luetfi Elevli, Atakan Polat.

Am kommenden Wochenende ist unsere Mannschaft spielfrei, was bei ihrer derzeitigen Verfassung und den vielen Verletzungen vielleicht nicht ganz ungelegen kommt. Trainer Stefan Möller wird in der Zwischenzeit bis zum nächsten Serienspiel sicher alles daran setzen, seine verunsicherten Jungs wieder auf Vordermann zu bringen, damit sie möglichst schnell zur tadellosen Form der Hinserie zurückfinden.