Spiel am 23.08.2015: SG Herlesh./Nesselr./Ulfegr. - LFV 2:1 (0:1)

Auswärtspleite nach desolater Schlussphase

Obwohl unsere Mannschaft bis zur 88. Minute mit 1:0 in Führung lag, musste sie nach einer desolaten Schlussphase durch zwei Gegentore in den letzten Minuten noch eine ganz bittere und völlig unnötige Auswärtsniederlage einstecken.

Bei schönstem Sommerwetter begann das Spiel auf dem Sportplatz in Nesselröden für den LFV sehr unglücklich, denn schon nach wenigen Minuten musste der zuletzt so starke Kevin Christl verletzungsbedingt ausscheiden, nachdem unser Trainer Sead Hadzic ja auch schon auf Urlauber John Schneider und Youngster Tim Gedeck verzichten musste, während Atakan Polat noch ein Spiel Sperre abzusitzen hatte. Die Dynamik dieser vier Spieler hätte unserer Mannschaft in diesem kampfbetonten Spiel sicher gut getan. Trotzdem konnten wir uns gegen diesen bekannt kampfstarken Gegner in der ersten Halbzeit ein deutliches Übergewicht erspielen und hatten auch etliche Torchancen, die aber zunächst noch ungenutzt blieben. Dies änderte sich erst fünf Minuten vor der Halbzeitpause, als sich Kai Simon im Strafraum geschickt gegen seinen Gegenspieler durchsetzen konnte und mit einem satten Schuss ins kurze Eck die verdiente 1:0-Halbzeitführung für den LFV erzielte.

Nach dem Seitenwechsel verstärkten die anfangs sehr defensiv eingestellten Gastgeber ihre Offensivbemühungen, nahmen mehr und mehr das Heft in die Hand und kamen nun ihrerseits zu Chancen, so dass Michael Seitz im Kasten des LFV zweimal sein ganzes Können abrufen musste, um den Ausgleich zu verhindern. Nunmehr ergaben sich für uns einige Kontermöglichkeiten, die jedoch allesamt etwas nachlässig vergeben wurden. Die größte Chance, mit einem dieser Konter das dann sicher vorentscheidende zweite Tor für den LFV zu erzielen, bot sich zwanzig Minuten vor dem Schlusspfiff Kai Simon und Kalle Wegendt. Als sich Kai erneut im Strafraum gegen seinen Gegenspieler durchsetzen konnte, hatte er eigentlich freie Schussbahn. Doch spielte er aus sehr aussichtsreicher Position einen Querpass auf den vehement den Ball fordernden Kalle Wegendt, der dieses Zuspiel mit einem Direktschuss erfolgreich hätte abschließen können. Doch statt dessen versuchte Kalle den Ball unter Kontrolle zu bringen und noch einen Abwehrspieler auszuspielen, was ihm aber leider misslang. Diese von uns kläglich vergebene Großchance schien die Gastgeber noch mehr zu beflügeln, die in der Folgezeit unsere Mannschaft gänzlich in die Defensive drängten. Keiner unserer Akteure war in der Schlussphase des Spieles in der Lage, wieder Struktur und Ordnung in unsere Reihen zu bringen, wobei einigen in diesem kampfbetonten Spiel bei den hochsommerlichen Temperaturen auch ein deutlicher Kräfteverschleiß anzumerken war. Dennoch konnten wir mit Glück und Geschick die knappe Führung bis zur 88. Spielminute halten und hatten einen weiteren wichtigen Auswärtssieg bereits vor Augen. Doch dann schlugen die unermüdlich kämpfenden Gastgeber noch zweimal zu. Eine leichte Konfussion in unserer Hintermannschaft nutzten sie im mehrmaligen Nachschuss zunächst zum inzwischen verdienten 1:1-Ausgleich. Und als sich eigentlich alle schon mit diesem Remis abgefunden hatten, unterlief dem ansonsten sehr sicher spielenden Lukas Dickel in der Nachspielzeit ein verhängnisvoller Fehler. Obwohl Anspielmöglichkeiten vorhanden waren, versuchte er auf der rechten Abwehrseite, einen gegnerischen Angreifer auszuspielen, vertändelte aber den Ball, so dass sein Gegenspieler nunmehr ungehindert auf unser Tor zustürmen konnte und mit einem überlegten Schuss ins lange Eck den Last-Minute-Sieg für die Gastgeber perfekt machte.

Folgende Spieler kamen für den LFV zum Einsatz:

Michael Seitz, Sofyan El Habachi, Lukas Dickel, Martin Wirth, Aykut Yilmaz, Kevin Christl, Waldemar Hein, Luetfi Elevli, Florian Meister, Karlheinz Wegendt, Kai Simon, Cem Calisir, Mustafa Zouzou, Waldmar Driegert, Reiner Tadych (2. TW - ohne Einsatz).

Nach dieser bitteren und unnötigen Auswärtsniederlage kommt es am kommenden Sonntag um 15:00 Uhr am Sportplatz Heinrichstraße zum mit Spannung erwarteten Derby gegen den TSG Fürstenhagen, der mit einer Niederlage, zwei Unentschieden und einem Sieg in die Serie gestartet ist und derzeit mit 5 Punkten den 8. Tabellenplatz belegt. Nur wer dieses Spiel vor einer wahrscheinlich wieder großen Zuschauerkulisse gewinnt, kann sich berechtigte Hoffnungen machen, sich gleich zu Beginn der Serie dauerhaft in der Spitzengruppe festzusetzen. Für die nötige Spannung in diesem Prestigeduell ist also gesorgt.