Spiel am 13.09.2015: LFV - VfL Wanfried 4:2 (3:2)

Unachtsamkeiten bringen Sieg in Gefahr

Der LFV bestimmte beim 4:2-Erfolg im Heimspiel gegen den VfL Wanfried über weite Strecken das Spielgeschehen, brachte den Pflichtsieg gegen relativ harmlose Gäste durch Unachtsamkeiten in der Abwehr aber vorübergehend selbst in Gefahr.

Da sich unser Trainer Sead Hadzic nach seiner Kreuzbandoperation (Wir wünschen ihm von hier aus gute Besserung!) noch in der Orthopädischen Klinik befand, musste Erkan Kilci die Mannschaft allein coachen und sah eine stürmische Anfangsphase seiner Schützlinge. Bereits in der 2. Spielminute konnte Kalle Wegendt durch einen direkt verwandelten Eckball die frühe Führung erzielen. Seinen flach auf den am kurzen Eck stehenden Kai Simon getretenen Ball ließ dieser geschickt durch die Beine weiterlaufen und düpierte damit die gesamte Gästeabwehr, so dass das Leder ungehindert im langen Eck im Netz landete. Unsere Mannschaft blieb weiter am Drücker und konnte nur wenig später durch Youngster Tim Gedeck einen weiteren Treffer erzielen, dem jedoch der Schiedsrichter wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung versagte. Auch in der Folgezeit rollte ein Angriff nach dem anderen auf das Gästetor, so dass der zweite Treffer eigentlich nur eine Frage der Zeit zu sein schien. Wie aus heiterem Himmel fiel dann in der 24. Minute der überraschende Ausgleich zum 1:1 für die bis dahin äußerst harmlosen Gäste. Ein Freistoß von der rechten Torauslinie flog in Kopfhöhe völlig ungehindert durch unseren Fünfmeterraum, so dass der am langen Eck wartende Gästeangreifer wenig Mühe hatte, den Ausgleichstreffer zu erzielen. Eine weitere Unachtsamkeit unserer Abwehr, die ohne den verletzten Kapitän Waldemar Driegert auskommen musste, führte nur vier Minuten später sogar zum 2:1-Führungstreffer für die Gäste. Ein hoher Flankenball fiel in unserem Strafraum einem gänzlich ungedeckten Gästestürmer vor die Füße, der dann auch noch genügend Zeit hatte, sich die Torecke auszusuchen. Es stellt sich hier die Frage, womit unsere Abwehrspieler in diesem Moment eigentlich beschäftigt waren. Nach diesen beiden Blackouts fing sich unsere Mannschaft aber langsam wieder und konnte in der 37. Minute durch einen von Kai Simon sicher verwandelten Foulelfmeter den Ausgleich zum 2:2 erzielen. Zuvor war Kevin Christl bei einem Alleingang im Strafraum nur durch ein Foulspiel zu stoppen gewesen. Das schönste Tor des Tages zur erneuten Führung für den LFV fiel dann in der 41. Minute. Tim Gedeck setzte sich auf der linken Angriffsseite durch und flankte fast von der Torauslinie gefühlvoll genau auf den Kopf unseres im richtigen Moment hochsteigenden Goalgetters Kai Simon, der mit seinem wuchtigen Kopfball dem Torhüter keine Chance ließ und damit bereits seinen 15. Treffer in dieser Saison erzielte, womit er die Torschützenliste der Kreisoberliga souverän anführt.

Auch in der 2. Halbzeit stellte der LFV die agilere Mannschaft und konnte auch in der 65. Minute auf 4:2 erhöhen. Einen Freistoß aus spitzem Winkel versenkte Kalle Wegendt rotzfrech im kurzen Eck, wobei der dort postierte Abwehrspieler der Gäste alles andere als gut aussah. Mit diesem Treffer schien das Spiel bereits entschieden, da die Gäste alles in allem nur wenig Gefahr ausstrahlten. Allerdings sorgte eine äußerst überflüssige Gelb-Rote-Karte für Kevin Christl in der 68. Minute noch einmal für etwas Spannung. Doch konnten die Gäste aus Wanfried auch aus ihrer numerischen Überlegenheit keinerlei Kapital erzielen und mussten froh sein, dass sie bei einem der schnellen Lichtenauer Konter nicht noch ein weiteres Gegentor hinnehmen mussten. Einige Male stand ihnen dabei auch der wenig überzeugende Unparteiische durch äußerst zweifelhafte Abseitsentscheidungen zur Seite. So blieb es bis zum Schlusspfiff bei diesem hochverdienten 4:2-Erfolg für die Kilci-Elf.

Folgende Spieler kamen für den LFV zum Einsatz:

Michael Seitz, Aykut Yilmaz, Martin Wirth, Lukas Dickel, Kevin Christl, Waldemar Hein, Karlheinz Wegendt, Tim Gedeck, Atakan Polat, Kai Simon, John Schneider, Sofyan El Habachi, Stefan Ludwig, Mustafa Zouzou.

Am nächsten Sonntag treten wir zum Auswärtspiel bei der TSG Bad Sooden-Allendorf an, die mit 11 Punkten derzeit den achten Tabellenplatz belegt und bei einem eigenen Sieg mit uns gleichziehen würde. Es ist also höchste Vorsicht geboten, zumal uns dieser Gegner schon in der Vorsaison das Leben sehr schwer gemacht hatte.