Spiel am 25.10.2015: SG Werratal - LFV 1:3 (1:1)

Hochverdienter Auswärtssieg nach starkem Auftritt

Obwohl wir erneut auf ein halbes Dutzend Stammspieler verzichten mussten und uns zudem der Schiedsrichter klar benachteiligte, konnten wir in Wendershausen beim Tabellenzweiten SG Werratal einen hochverdienten 3:1-Auswärtssieg erringen, der bei besserer Chancenverwertung noch weit höher hätte ausfallen können.

Um überhaupt noch 14 Spieler aufbieten zu können, musste Trainer Sead Hadzic in diesem Spiel auf drei Spieler aus dem Kader der 2. Mannschaft zurückgreifen, was letztlich dazu führte, das wir das gleichzeitig angesetzte Spiel unserer Zweiten in Hasselbach wegen Spielermangels absagen mussten. Dennoch bot unsere Mannschaft mit dieser dezimierten Rumpftruppe eine ganz starke Vorstellung und zeigte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung eines ihrer besten Saisonspiele. Bereits in der 4. Minute konnte sie in Führung gehen, als Kevin Christl plötzlich frei vorm gegnerischen Torhüter auftauchte, sich diese Chance nicht entgehen ließ und sicher zur 1:0-Führung verwandelte. Auch in der Folgezeit blieben wir die klar dominierende Mannschaft. Aus einer sehr sicher stehenden Abwehr heraus rollten permanent erfolgversprechende Angriffe auf das Tor der Gastgeber. Leider wurden diese Angriffsbemühungen immer wieder durch den äußerst einseitig leitenden Schiedsrichter gebremst. Konsequent pfiff er jeden Angriff ab, bei dem ein LFV-Angreifer in Abseitsnähe an den Ball kam, wobei er bei der Hälfte der Pfiffe mit seiner Entscheidung falsch lag. Trotz dieser klaren Benachteiligung durch den "Unparteiischen" schien aber der zweite Treffer für den LFV nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel fiel aber dann in der 31. Minute der Ausgleich für die Gastgeber, wobei auch hier der Schiedsrichter eine unrühmliche Rolle spielte. Während er unsere Angriffe bei jeder Gelegenheit auch durch unberechtigte Abseitspfiffe gestoppt hatte, kam plötzlich ein Werrataler Angreifer in stark abseitsverdächtiger Position freistehend an den Ball. Als alle auf den Abseitspfiff warteten, blieb die Schiri-Pfeife diesmal aber stumm, so dass die Gastgeber bei ihrer ersten und einzigen Chance in der ersten Halbzeit den glücklichen und unverdienten Ausgleich zum 1:1-Halbzeitstand erzielen konnten.

Auch nach Wiederanpfiff bot sich den Zuschauern das gleiche Bild: Angriff auf Angriff rollte auf das Werrataler Gehäuse. Leider konnten unsere Angreifer zunächst aber selbst bei den besten Chancen das Leder nicht im Werrataler Gehäuse unterbringen. Insbesondere unserem bis dahin so treffsicheren Torjäger Kai Simon schien in diesem Spiel das Schusspech an den Stiefeln zu kleben. So scheiterte er mehrfach aus aussichtsreicher Position am Torhüter oder setzte den Ball knapp neben das Tor. Als deshalb viele LFV-Anhänger schon mit einer unglücklichen Punkteteilung rechneten, fiel in der 82. Minute doch noch der erlösende und hochverdiente Führungstreffer für uns. Nach einem schönen Pass aus dem Mittelfeld zog John Schneider auf der linken Seite nach innen und seine scharfe Hereingabe wurde von einem Werrataler Abwehrspieler beim Rettungsversuch ins eigene Netz befördert. Wer jetzt mit einer Generaloffensive der Hausherren gerechnet hatte, sah sich zum Glück für uns schnell getäuscht. Unsere Mannschaft blieb weiterhin tonangebend und konnte nur drei Minuten später durch einen unhaltbaren Weitschuss von Aykut Yilmaz das 3:1 und damit die endgültige Entscheidung erzielen. Mit diesem sehenswerten Treffer krönte Aykut seine ganz starke Leistung in einem seiner sicherlich besten Spiele im LFV-Dress. Neben ihm ragte auch noch Waldemar Hein aus einer ansonsten geschlossen starken Mannschaft hervor. Obwohl er leicht angeschlagen ins Spiel ging, war er stets in Ballnähe und zeigte sein wohl bestes Saisonspiel.

Zum Schluss noch eine Anmerkung zum Schiedsrichter: Auch wenn man ihm keine böse Absicht unterstellen sollte, so ist es doch mehr als befremdlich, wenn ein "Unparteiischer" in einem von beiden Seiten äußerst fair geführten Spiel gleich neun Gelbe Karten zeigt, davon allein acht (!) gegen unsere Mannschaft. Sein insgesamt sehr arrogantes Auftreten krönte er dann noch mit der Gelb-Roten-Karte für Emrah Koc, weil dieser sich nach dem entscheidenden Treffer zum 3:1 als Auswechselspieler am Torjubel an der Seitenlinie beteiligte und dabei wohl einige Schritte auf dem Spielfeld stand. Was soll man dazu noch sagen? Hier kann sich wohl jeder selbst sein eigenes Urteil bilden.

Folgende Spieler kamen für den LFV zum Einsatz:

Michael Seitz, Sofyan El Habachi, Lukas Dickel, Waldemar Driegert, Martin Wirth, Waldemar Hein, Aykut Yilmaz, Kevin Christl, Emrah Koc, Kai Simon, John Schneider, Atakan Polat, Yassin Behrla, Eduard Gross.

Am kommenden Sonntag haben wir im letzten Vorrundenspiel die SG Wehretal an der Heinrichstraße zu Gast. Die Gäste befinden sich derzeit offensichtlich in einer schweren Formkrise, wie die letzten Ergebnisse, insbesondere die jüngste 0:3-Heimpleite gegen Schlusslicht SG Meißner, eindeutig belegen. Sollte unsere Mannschaft an ihre beeindruckend starke Vorstellung gegen Werratal anknüpfen können, ist sie deshalb auch klarer Favorit. Aber Vorsicht ist allemal geboten, denn angeschlagene Gegner sind ja bekanntlich oftmals besonders gefährlich.