Spiel am 07.11.2015: LFV - FC Großalmerode 0:3 (0:1)

Heimpleite nach eklatanten Abwehrschwächen

Im letzten Heimspiel vor der Winterpause mussten wir gegen die Gäste aus der Tonstadt eine deprimierende 0:3-Heimpleite einstecken, bei der unsere Mannschaft einige erschreckende Abwehrschwächen offenbarte.

Gleich in den ersten Spielminuten erkämpften sich die Gäste eine regelrechte Eckenserie, bei der es unseren Abwehrspielern nicht gelang, den Ball unter Kontrolle zu bringen oder zumindestens aus der Gefahrenzone zu befördern. Fast zwangsläufig fiel dann auch bereits in der 3. Spielminute im Anschluss an einen dieser Eckbälle das frühe 1:0-Führungstor für  Großalmerode. Zwar erholte sich unsere Mannschaft relativ schnell von diesem Schock und marschierte nun eine gute halbe Stunde lang ihrerseits munter nach vorn. In dieser stärksten LFV-Phase erspielte sie sich auch eine Reihe von Ausgleichschancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. Die größte Chance vergab dabei ausgerechnet unser Torjäger Kai Simon. Einen fulminanten Weitschuss von Waldemar Hein konnte der Gästetorhüter Tim Behnke nur mit Mühe abwehren, allerdings direkt vor die Füße von Kai Simon, der mit diesem Geschenk aber nichts anfangen konnte und den Ball am fast leeren Tor vorbei in die Wolken jagte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten dann noch einmal die Gäste eine Riesenchance, als der Ex-LFVer Michael Classen im Strafraum freistehend an den Ball kam, aber zu unplatziert abschloss, so dass unser Keeper Michael Seitz per Fußabwehr noch retten konnte. So blieb es bis zur Halbzeit bei der knappen, aber nicht ganz unverdienten 1:0-Führung für Großalmerode.

Den Sieg verdienten sich die Gäste dann vollends nach der Halbzeitpause. Statt des erhofften LFV-Sturmlaufes sahen die Zuschauer nun, wie die Gäste sich mehr und mehr Chancen erarbeiteten, wobei unsere Abwehr phasenweise löchrig wie ein Schweizer Käse wirkte, was allerdings nur zum Teil an den Abwehrspielern selbst lag. Vielmehr war das Defensivspiel der gesamten Mannschaft mehr als unzureichend. Es darf einfach nicht sein, dass bei einem Ballverlust in der gegnerischen Hälfte gleich drei oder vier Angreifer sich lediglich im Schneckentempo zurückbewegen und aus respektvoller Ferne ehrfurchtsvoll beobachten, wie sich der Gegenangriff entwickelt. Hier sollte sich die gesamte Mannschaft ein Beispiel nehmen an Waldemar Hein, der auch in diesem Spiel wieder vorn wie hinten vorbildlich um jeden Ball kämpfte und nie aufgab. Doch er allein konnte unsere Niederlage leider auch nicht mehr verhindern. So fiel dann auch in der 55. Minute das bereits vorentscheidende 2:0 für die Gäste, als ein Großalmeröder Angreifer nach einem Freistoß völlig freistehend am Fünfmeterraum per Kopf an den Ball kam. Viele Zuschauer fragten sich zurecht, wo hier eigentlich die Lichtenauer Abwehrspieler waren. Nach 73. Minuten war dann auch die letzte Hoffnung für den LFV dahin, als Kevin Christl total unberechtigt die gelb-rote Karte sah. Mit dieser Entscheidung lag Schiedsrichter Peine aus Fuldatal, der bis dahin recht gut gepfiffen hatte, völlig daneben, denn Kevin hatte ganz klar und fair den Ball gespielt, ehe der heranstürmende Michael Classen unsanft mit ihm zusammenstieß und sich dabei eine unglückliche Verletzung zuzog. Mit einem Mann in Überzahl konnten die Gäste danach ungefährdet den Sieg nach Hause bringen und erzielten in der 86. Minute sogar noch einen weiteren Treffer zum 0:3-Endstand, wobei auch hier wieder ein Großalmeröder Angreifer bezeichnenderweise völlig unbehindert in unserem Strafraum an den Ball kam.

Folgende Spieler standen im Aufgebot:

Michael Seitz, Sofyan El Habachi, Lukas Dickel, Waldemar Driegert, Luetfi Elevli, Waldemar Hein, Kevin Christl, Karlheinz Wegendt, Atakan Polat, Kai Simon, John Schneider, Aykut Yilmaz, Emrah Koc, Yasin Behrla (ohne Einsatz).

Am nächsten Sonntag müssen wir im letzten Spiel vor der Winterpause in Helsa gegen die SG Wickenrode/Helsa antreten, die mit 11 Punkten derzeit den 11. Tabellenplatz belegt. Wie schon das mühsame 1:1-Remis im Hinspiel gezeigt hat, wird es gegen die bekanntermaßen sehr kampfstarken Gastgeber alles andere als leicht werden, drei Punkte einzufahren. Bei der derzeitigen Verfassung unserer Mannschaft können wir schon zufrieden sein, wenn wir nach dem Spiel nicht als Verlierer vom Platz gehen müssen.