Spiel am 20.03.2016: TSG Fürstenhagen - LFV 2:0 (0:0)

1. Niederlage im 6. Derby

In einem Spiel auf sehr überschaubarem spielerischen Niveau musste der LFV eine am Ende nicht unverdiente 0:2-Auswärtsniederlage hinnehmen und ging damit in diesem prestigeträchtigen Nachbarschaftsduell nach zuvor fünf Siegen in Folge erstmals als Verlierer vom Platz.

Wer gedacht hatte, dieses Spiel gegen die ersatzgeschwächten Gastgeber, die eine Woche zuvor beim Schlusslicht SG Meißner sang- und klanglos mit 0:3 verloren hatten, müsste eine klare Angelegenheit für den LFV werden, sah sich schnell getäuscht. Im ersten Spiel nach der langen Winterpause waren unserer Mannschaft die wegen Wegfall des Hartplatzes unzureichenden Trainingsmöglichkeiten und die fehlende Spielpraxis deutlich anzumerken. Auch der recht holprige Platz im Lossetalstadion machte den Akteuren mehr zu schaffen, als ihnen lieb war. So kam folglich kaum einmal ein flüssiges Kombinationsspiel zustande. Die meisten Aktionen blieben Stückwerk und die wenigen Torchancen entsprangen mehr dem Zufall als einem geordneten Spielaufbau. Auch unser Winter-Neuzugang Waldemar Schledewitz konnte keine nennenswerten Akzente setzen. So lief nach vorn nur wenig zusammen, was dazu führte, dass unser Goal-Getter Kai Simon weitgehend ohne Spielanbindung blieb. Zudem wirkte er in vielen Aktionen auch etwas statisch und machte es damit seinem sehr anhänglichen Gegenspieler oftmals zu leicht,  ihn wirkungsvoll in Schach zu halten. Auf der anderen Seite ließ auch unsere Abwehr in der ersten Halbzeit nur wenig anbrennen. So ging es folgerichtig mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Halbzeitpause. Bereits zu diesem Zeitpunkt kam die vage Ahnung auf: Wer hier das erste Tor schießt, der wird das Spiel auch gewinnen.

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den knapp 200 Zuschauern in diesem insgesamt sehr fairen Derby zunächst das gleiche Bild: Die sehr diszipliniert agierenden Gastgeber ließen das Angriffsspiel des LFV kaum zur Entfaltung kommen. Dennoch ergaben sich einige Zufalls-Chancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. Die meisten Zuschauer hatten sich wohl schon mit einem torlosen Remis abgefunden, als dann in der 78. Minute doch noch ein Tor fiel. Nach einer Unaufmerksamkeit in unserer Hintermannschaft stand ein Fürstenhagener Angreifer plötzlich allein vor unserem Torhüter Michael Seitz, der zwar zunächst noch reaktionsschnell abwehren konnte. Im Nachschuss konnte dann aber Maciej Goebel doch noch zur überraschenden 1:0-Führung für die Gastgeber vollenden. Nur drei Minuten später fiel die endgültige Entscheidung als Grigore Hangan nach einer schönen Kombination, bei der unsere Abwehrspieler allerdings wie Statisten agierten, mit einem Schuss ins lange Eck zum 2:0 vollenden konnte. Aus einer alles in allem enttäuschenden Lichtenauer Mannschaft ragte lediglich Innenverteidiger Lukas Dickel heraus, der eine abgeklärte Leistung bot und fast jeden Zweikampf für sich entscheiden konnte.

Für den LFV kamen zum Einsatz:

Michael Seitz, Aykut Yilmaz, Waldemar Driegert, Lukas Dickel, Stefan Ludwig, Lütfi Elevli, Waldemar Driegert, Waldemar Schledewitz, Karlheinz Wegendt, Kai Simon, John Schneider, Eduard Gross, Tim Gedeck, Emrah Koc.

Am Ostermontag muss unsere Mannschaft um 15:00 Uhr in Wickenrode beim Neuling SG Wickenrode/Helsa antreten. Bei den abstiegsbedrohten Gastgebern, die zur Zeit den drittletzten Tabellenplatz einnehmen, erwartet uns mit Sicherheit ein sehr kampfbetontes Spiel, das wir wohl nur mit einer merklichen Leistungssteigerung erfolgreich bestehen können.