Spiel am 18.11.2012: SG Abterode/Eltmannsh. - LFV 3:3 (2:2)

Reiner Tadych gelingt Ausgleich in letzter Minute

Im Spitzenspiel gegen den derzeitigen Tabellenzweiten standen dem neuen Trainer Stefan Möller wegen krankheitsbedingter Absagen anfangs lediglich elf Spieler zur Verfügung. Da nach dem langzeitverletzten Manuel Spindler mit Jannis Siebert nun auch noch der zweite etatmäßige Libero ausfiel, musste erstmals Waldemar Driegert die für ihn ungewohnte Libero-Position einnehmen, erfüllte seine Aufgabe aber ausge-zeichnet und entwickelte sich im Laufe der Partie zum stärksten Lichtenauer Spieler.

Auf dem relativ kleinen Platz in Abterode sahen die Zuschauer von Beginn an ein sehr intensives Spiel mit leichten Vorteilen für den LFV. Bereits in der 6. Spielminute konnte Lichtenau durch einen von Michael Classen sicher verwandelten Foulelfmeter in Führung gehen. Doch schon in der 14. Minute gelang den kampfstarken Gastgebern der zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende Ausgleich. Als dann LFV-Torhüter Dennis Küllmer in der 22. Minute außerhalb des Strafraumes ein Foulspiel unterlief, wurde das vom Schieds-richter als Notbremse bewertet und sofort mit der roten Karte geahndet. Der etatmäßige Abwehrspieler Reiner Tadych wechselte daraufhin ins Tor und der LFV musste fortan in Unterzahl weiterspielen.

Dennoch hatte der LFV auch danach noch leichte Feldvorteile und konnte in der 31. Minute durch ein weiteres Tor von Michael Classen wieder mit 2:1 in Führung gehen. Aber bereits zwei Minuten später konnten die Gastgeber durch ihren agilen Stürmer Schülbe, den Karsten Poppenhäger nur mit größter Mühe in den Griff bekam, den erneuten Ausgleich erzielen. Mit diesem Unentschieden ging es dann auch in die Halbzeitpause, da dem LFV kurz vorher bei einem Lattenkreuz-Treffer der Gastgeber ein wenig das Glück zur Seite stand.

Nach der Pause ging der offene Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten weiter. Mitte der zweiten Halbzeit bejubelten die Lichtenauer Zuschauer nach einer etwas unübersichtlichen Situation am Fünfmeter-raum den vermeintlich erneuten Führungstreffer durch den an diesem Tag sehr zweikampfstarken und agilen Sebastian Becker. Doch entschied der jetzt etwas merkwürdig pfeifende Schiedsrichter wegen angeblicher Behinderung des Torwarts auf Freistoß für die Gastgeber. Aus Sicht der Zuschauer schien hier aber allenfalls eine Behinderung durch einen eigenen Mitspieler vorgelegen zu haben.

Danach kam es für den LFV knüppeldick. Nachdem der nun immer unsicherer werdende Schiedsrichter zunächst eine klare Tätlichkeit eines Abteroder Spielers gegen Sebastian Becker lediglich mit der gelben Karte bestrafte, schickte er kurze Zeit später den in der ersten Halbzeit bereits verwarnten LFV-Torjäger Michael Classen nach einem relativ harmlosen Foulspiel mit der gelb-roten Karte vom Platz, so dass der LFV fortan mit zwei Mann in Unterzahl weiterspielen musste. Nach einem Eckball musste man zehn Minuten vor Schluss dann auch noch den 3:2-Führungstreffer der Gastgeber hinnehmen.

Doch entgegen aller Befürchtungen boten die LFV-Youngster auch weiterhin bravourös Paroli und kämpften bis zum Schlusspfiff verbissen um den Ausgleich. Als dem LFV in der letzten Minute der Nachspielzeit noch einmal ein Eckball zugesprochen wurde, setzte man dann alles auf eine Karte. Selbst reiner Tadych hielt es nun nicht mehr in seinem Kasten. Er stürmte mit in den gegnerischen Strafraum und konnte den hereinge-schlagenen Eckball per Kopf zum hochverdienten und vielumjubelten Ausgleichstreffer verwerten.