Spiel am 04.09.2016: TSG Fürstenhagen - LFV 1:1 (1:1)

Umkämpftes Derby ohne Sieger

In einem sehr intensiv geführten Spiel, in dem die spielerischen Elemente ein wenig auf der Strecke blieben, gab es ein leistungsgerechtes Remis, mit dem am Ende beide Teams zufrieden waren.

Wegen Blitz und Donner im Lossetalstadion begann das mit Spannung erwartete Nachbarschaftsduell mit zehnminütiger Verspätung. Auf regennassem Geläuf hatten beide Mannschaften einige Schwierigkeiten, den Ball einigermaßen unter Kontrolle zu bringen, was natürlich für den Spielfluss nicht gerade förderlich war. So entwickelte sich ein weitgehend ausgeglichenes Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe ohne die ganz großen, zwingenden Torchancen. So fiel auch das überraschende 1:0 für die Gastgeber in der 18. Minute nicht aus einem Spielzug heraus, sondern durch einen gewaltigen 20m-Weitschuss von Domenic Appel, der von einem LFV-Abwehrspieler noch unhaltbar abgefälscht wurde. Nach einer Gewitterunterbrechung folgte dann aber die stärkste Phase des LFV und Benjamin Orschel konnte auch gleich nach Wiederanpfiff mit einem abgefälschten Schuss den wichtigen Ausgleichstreffer erzielen. Unsere Mannschaft spielte in der Folgezeit weiterhin mutiger nach vorn und Kai Simon traf auch in der 40. Minute per Kopf ins Netz, doch wurde dieser Treffer vom Unparteiischen wegen einer umstrittenen Abseitsstellung nicht anerkannt. Noch viel umstrittener war aber nur zwei Minuten später der nächste Pfiff des bis dahin recht ordentlich leitenden Schiedsrichters, als er zum Entsetzen der Lichtenauer Spieler und Anhänger einen unberechtigten Strafstoß für die Gastgeber gab. Vorher hatte Kapitän Waldemar Driegert bei einer Abwehraktion im Strafraum klar den Ball gespielt und erst danach den angreifenden TSG-Stürmer am Fuß erwischt. Es war wohl ausgleichende Gerechtigkeit, dass unser Keeper Michael Rippe den von Spielertrainer Schanze getretenen Strafstoß mit einer Glanzreaktion entschärfen konnte, so dass es beim 1:1-Halbzeitstand blieb.

Auch nach Wiederanpfiff blieb der LFV zunächst leicht überlegen. Dies änderte sich aber in der 59. Minute, als der nun total überfordert wirkende Schiedsrichter unseren bis dahin überragenden Abwehrspieler Rene Krein wegen Meckerns mit Gelb/Rot vom Platz stellte. In Unterzahl wurde unsere Mannschaft stärker in die Defensive gedrängt und konnte nur noch selten Entlastungsangriffe starten. In der Schlussphase des umkämpften, aber keinesfalls unfairen Spiels "krönte" der Schiri seine fragwürdige Leistung und zeigte weiteren drei Spielern die Ampelkarte. Zunächst mussten in der 81. Minute Lukas Dickel und sein Gegenspieler Nico Titan den Platz verlassen. Zwei Minuten vor Abpfiff traf es dann auch noch unseren Spielertrainer Sead Hadzic. Trotz zwei Mann in Unterzahl gelang es unserer Resttruppe aber, das 1:1-Remis bis zum Schlusspfiff zu retten. Auch wenn wir noch einmal mit einem "Blauen Auge" davon gekommen sind, sollten einige Spieler doch dringend ihr Verhalten auf dem Platz überdenken. Bei allem Verständnis für den Unmut über merkwürdige Schiedsrichterentscheidungen, sollte sich doch jeder Spieler so weit im Griff haben, dass er keinen unnötigen Platzverweis durch Unbeherrschtheit riskiert. Mit Undiszipliniertheit gewinnt man kein Spiel, sondern schadet in der Regel nur der eigenen Mannschaft!

Für den LFV kamen folgende Spieler zum Einsatz:

Michael Rippe, Lukas Dickel, Waldemar Driegert, Rene Krein, Robin Beck, Eduard Grosu, Lütfi Elevli, Karlheinz Wegendt, Waldemar Schledewitz, Benjamin Orschel, Kai Simon, Sead Hadzic, Atakan Polat, Grigore Hangan.

Am nächsten Sonntag um 15:00 Uhr trifft unsere Mannschaft am Sportplatz Heinrichstraße auf den Aufsteiger TSV Waldkappel, in dessen Reihen mit Kevin Christl und Lukas Thümling zwei ehemalige LFVer spielen. Bei allem Respekt vor dem Neuling, der aus den bisherigen drei Spielen vier Punkte sammeln konnte, sollten in diesem Spiel die Punkte doch zu Hause bleiben.