Spiel am 30.10.2016: LFV - SC Niederhone 7:1 (4:0)

Mit Schützenfest zur Herbstmeisterschaft

Durch einen locker herausgespielten 7:1-Kantersieg gegen das Schlusslicht SC Niederhone sicherten sich die Schützlinge unseres Spielertrainers Sead Hadzic mit dem Vorsprung von einem Punkt auf den Zweiten SG Werratal und mit zwei Punkten Vorsprung auf den hochgehandelten FC Großalmerode die inoffizielle Herbstmeisterschaft, was ja nach dem durchwachsenen Serienbeginn nicht mehr unbedingt zu erwarten war.

Die erste gute Chance in diesem Spiel hatten gleich nach Anpfiff die Gäste aus Niederhone, setzten aber das Leder aus aussichtsreicher Position per Kopf neben das Tor. Danach übernahm der LFV mehr und mehr das Kommando und erzielte bereits in der 9. Minute durch Kai Simon das frühe Führungstor. Eine hohe Freistoßflanke fast von der Mittellinie konnte er mit dem Rücken zum Tor im Strafraum ziemlich unbedrängt annehmen. Diese Einladung nahm er dankend an, legte sich den Ball schussbereit zurecht und ließ dann dem Torwart mit einem platzierten Abschluss keine Abwehrchance. Nur sieben Minuten später war Kai erneut erfolgreich, als er den Gästetorhüter mit einem genialen Schlenzer zum 2:0 überlistete. Inzwischen rollte Angriff auf Angriff auf das Tor der sichtlich überfordert wirkenden Gäste, die in der ersten Halbzeit nur noch einmal gefährlich wurden, als Michael Rippe sein ganzes Können aufbieten musste, um mit einer tollen Torhüter-Parade den Anschlusstreffer zu verhindern. Ansonsten war unsere Mannschaft drückend überlegen und bot trotz des tiefen Bodens und einigen Platzunebenheiten eine überzeugende Vorstellung mit flüssigem und gekonntem Kombinationsspiel. Eine ganz starke Leistung zeigte dabei unser Routinier Eduard Grosu als immer anspielbarer Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, der dazu auch noch mit zentimetergenauen Pässen zu gefallen wusste. Bei diesem Kombinationswirbel ließen auch die nächsten Tore nicht lange auf sich warten. Zunächst drückte Grigore Hangan eine gut getimete Flanke von links per Kopf zum 3:0 ins Netz. In der 34. Minute erzielte er dann mit einem Heber über den Gästekeeper hinweg seinen zweiten Treffer zum klaren 4:0-Halbzeitstand.

Angesichts dieser deutlichen Führung wechselte Co-Trainer Erkan Kilci in der zweiten Halbzeit die Mannschaft munter durch, ohne dass dadurch die Spielhoheit verloren ging. Weiter sahen die Zuschauer schöne LFV-Kombinationen und zahlreiche Torchancen. So konnte Kai Simon mit zwei weiteren Buden sein aktuelles Torkonto auf nunmehr dreizehn Treffer hochschrauben und den LFV mit 7:0 in Führung bringen. Dazwischen hatte noch Benjamin Orschel per strammem Scharfschuss den sechsten Lichtenauer Treffer erzielt. Angesichts dieses überaus klaren Ergebnisses wurde nun aber die Abwehrarbeit ein wenig vernachlässigt, was die Gäste fünf Minuten vor dem Schlusspfiff noch zum Ehrentreffer nutzten und auf 1:7 verkürzten. Dieser späte Gegentreffer war jedoch nicht mehr als ein kleiner Schönheitsfehler, der die gute Stimmung nach dieser insgesamt geschlossen starken Mannschaftsleistung nicht trüben konnte.

Für den LFV spielten: Michael Rippe, Lukas Dickel, Rene Krein, Waldemar Driegert, John Schneider, Eduard Grosu, Luetfi Elevli, Karlheinz Wegendt, Benjamin Orschel, Grigore Hangan, Kai Simon, Atakan Polat, Sead Hadzic, Aykut Yilmaz.

Nach diesem Schützenfest gegen einen zugegebenermaßen recht schwachen Gegner bekommt es die Truppe um Kapitän Waldemar Driegert am kommenden Sonntag um 14:30 Uhr am Sportplatz Heinrichstraße mit dem Tabellenzweiten SG Werratal zu tun, der nur einen Punkt weniger aufweist als der LFV. In diesem Gipfeltreffen Erster gegen Zweiten wird unsere Mannschaft weit mehr gefordert werden und wird alles in die Waagschale werfen müssen, um gegen die kampfstarken Gäste den Platz erneut als Sieger verlassen zu können. Bereits beim Hinspiel in Unterrieden hatten wir sehr viel Mühe und konnten erst durch ein Last-Minute-Tor von Lukas Dickel einen knappen 1:0-Sieg erringen. Auf jeden Fall darf mit einem sehr spannenden Spiel gerechnet werden, das hoffentlich auch eine ansprechende Zuschauer-Resonanz findet.