Spiel am 22.10.2017: SG Werratal - LFV 5:2 (3:0)

Schiri von der Rolle: vier Elfer, fünf Platzverweise

Bei der peinlichen 2:5-Auswärtsschlappe bei der SG Werratal war nicht nur unser Abwehrverbund, sondern auch der überfordert wirkende Schiedsrichter völlig von der Rolle und verhängte in einem nicht mal sonderlich unfairen Fußballspiel gleich fünf Platzverweise und vier Foulelfmeter, jeweils drei davon gegen den LFV.

Trotz der vom Ergebnis her klaren Niederlage entwickelte sich in Wendershausen ein weitgehend ausgeglichenes Spiel, sogar mit leichten spielerischen Vorteilen für die Avakhti-Schützlinge. Ab der 18. Minute nahm aber das Unheil seinen Lauf. Zunächst leistete sich Lukas Dickel mal wieder einen groben Abwehrschnitzer, der durch SG-Angreifer Theune eiskalt zur 1:0-Führung genutzt wurde. Elf Minuten später durfte der gleiche Spieler völlig unbedrängt in unserem Strafraum zu einem Kopfball ansetzen und auf 2:0 erhöhen. Und nochmal sechs Minuten später war dann die Messe endgültig gelesen, als Lukas Dickel nach einer vermeintlichen Notbremse zunächst die Rote Karte sah und die Gastgeber den fälligen Freistoß im Nachsetzen zum 3:0-Halbzeitstand verwandeln konnten. Kurz vor Halbzeit musste noch ein Werrataler Spieler nach wiederholtem Foulspiel mit der Gelb-Roten Karte ebenfalls vom Platz, was beim LFV noch einmal ein wenig Hoffnung für die 2. Halbzeit aufkommen ließ.

Diese leise Hoffnung war aber kurz nach Wiederanpfiff schon wieder verflogen, als Robin Beck gleich zweimal beim Abwehrversuch patzte, was im Folgegeschehen zu einem berechtigten Foulelfmeter gegen uns führte, den die Gastgeber sicher zur 4:0-Führung verwandelten. Äußerst zweifelhaft war dann in der 57. Minute der nächste Foulelfmeter gegen uns, der  auch noch eine kuriose Rote Karte gegen Robin Beck nach sich zog, weil dieser unbeabsichtigt mit dem Schiedsrichter kollidierte, was von diesem als Bodycheck gewertet wurde. Werratal ließ sich das Elfmetergeschenk nicht entgehen und baute den Vorsprung auf 5:0 aus. In der 72. Minute schickte der Unparteiische einen weiteren Spieler der Gastgeber mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen. In der Folgezeit drängte nun der LFV auf den Ehrentreffer. Nachdem zunächst Eduard Grosu mit einem Fernschuss noch am Pfosten gescheitert war, war es in der 82. Minute endlich so weit. Diesmal gab es einen Foulelfmeter, den man auch nicht hätte pfeifen müssen, für den LFV, der von Emanuel Edeme zum 1:5-Anschlusstreffer verwandelt wurde. Zwei Minuten später konnte sich dann noch John Schneider im gegnerischen Strafraum energisch gegen mehrere Abwehrspieler durchsetzen und aus spitzem Winkel auf 2:5 verkürzen, bevor er sich in der Nachspielzeit nach einem unbeherrschten Foulspiel noch einen völlig unnötigen Platzverweis einhandelte. Zuvor waren die Gastgeber mit einem weiteren geschenkten Strafstoß am Pfosten gescheitert, so dass es beim bitteren 2:5-Endstand blieb.

Für den LFV spielten: Michael Rippe, Robin Beck, Philipp Vogl, Lukas Dickel, John Schneider, Eduard Grosu, Waldemar Hein, Karlheinz Wegendt, Lüfi Elevli, Mike Hoffmann, Atakan Polat, Emanuel Edeme, Jonas Müller, Julian Schlegel.

Nach diesem wenig erbaulichen Spiel und den Platzverweisen mit den zu erwartenden Sperren für drei Abwehrspieler darf man gespannt sein, ob und wie es unserem Trainer Feras Avakhti gelingt, zum Auswärtsspiel am kommenden Sonntag beim Tabellendritten SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund eine einigermaßen funktionierende Abwehr zusammen zu bekommen. Sollte dies nicht gelingen, wird man bei den zuletzt so starken Gastgebern große Schwierigkeiten bekommen, sich ordentlich aus der Affäre zu ziehen. Ein Punktgewinn bei diesem schweren Auswärtsspiel in Nesselröden wäre daher schon als großer Erfolg zu werten.