Spiel am 27.03.2013: SG Kleinalm./Hundelsh./Dohrenb. - LFV 2:2 (1:2)

LFV gibt Sieg in letzter Minute noch aus der Hand

Sehr unglücklich für den LFV verlief das erste Spiel nach der langen Winterpause bei der durch einige Akteure ihrer 1. Mannschaft verstärkten SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach II. Auf dem Sportplatz in Hundelshausen lief gerade mal die zweite Spielminute, als unserem Torhüter ein folgenschwerer Patzer unterlief. Beim Versuch, eine harmlose Flanke abzufangen, glitt ihm der Ball durch die Hände, so dass der hinter ihm postierte SG-Stürmer unbedrängt zur schnellen 1:0-Führung seiner Mannschaft einschieben konnte. Dieser überraschende Rückstand brachte in der Folgezeit einige Verunsicherungen in die Reihen des LFV, zumal einigen Spielern auch deutlich die fehlende Spielpraxis anzumerken war. So konnten die LFV-Youngster zunächst nur selten ihr gewohntes Kombinationsspiel aufziehen, sondern verzettelten sich viel zu oft in unproduktiven Einzelaktionen, die nicht selten unnötige Ballverluste zur Folge hatten.

Obwohl der LFV nach und nach das Spiel besser in den Griff bekam, waren wirklich zwingende Aktionen in der ersten Halbzeit weitgehend noch Mangelware. So dauerte es auch bis zur 31. Spielminute, ehe sich Sebastian Becker erstmals energisch durchsetzen und gegen den starken Schlussmann der Gastgeber überlegt zum 1:1-Ausgleich verwandeln konnte. Auf der anderen Seite hatten wir bei zwei Großchancen der SG einiges Glück, als diese einmal nur die Oberkante der Latte trafen und beim anderen Mal ein Lichtenauer Abwehrspieler für seinen schon geschlagenen Torwart per Kopf auf der Torlinie klären konnte. Kurz vor der Halbzeitpause konnte dann Michael Classen nach schöner Vorarbeit von Sebastian Becker den LFV mit 2:1 in Führung bringen. Leider handelte sich Sebastian nach dieser Aktion eine völlig überflüssige Gelb-Rote-Karte ein, als er bei einem Disput mit seinem Gegenspieler wohl eine Äußerung von sich gab, die nicht ganz den Gefallen von Schiedsrichter Mühlhausen fand.

Obwohl also der LFV die gesamte zweite Halbzeit nunmehr in Unterzahl bestreiten musste, blieb er weiterhin die tonangebende Mannschaft und ließ kaum noch Torchancen des Gegners zu. Besonders die beiden erstmals in der Startelf eingesetzten Abwehrspieler Daniel Schmidt und Sofian Elhabachi konnten dabei mit ihrer konsequenten Abwehrarbeit auf Seiten des LFV überzeugen. Durch einige gekonnte Kombinationen erspielte man sich seinerseits nun mehrere hochkarätige Großchancen, die aber leider allesamt etwas leichtfertig und unkonzentriert vergeben wurden, so dass man es mehrfach versäumte, den Sack endgültig zuzumachen. Diese mangelnde Chancenverwertung rächte sich dann in der Schlussphase der Partie. In der letzten Minute der bereits laufenden Verlängerung wurde den Gastgebern ein umstrittener Freistoß vor dem LFV-Strafraum zugesprochen. Obwohl der sehr stramm geschossene Freistoß von unserem Torhüter zunächst noch glänzend abgewehrt wurde, erzielten die Gastgeber im Nachsetzen dann doch noch per Kopf den für den LFV sehr unglücklichen Ausgleich zum 2:2-Endstand.

Dieses erste Spiel nach der Winterpause hat wohl allen gezeigt, dass es bis zum erhofften Aufstieg in die Kreisliga A noch ein weiter und sehr steiniger Weg ist. In den nächsten Spielen wird eine deutliche Leistungssteigerung erforderlich sein, um die gute Ausgangsposition nicht leichtfertig zu verspielen. Bei den nächsten Heimspielen am Ostersamstag um 15:30 Uhr gegen die SG Frankershausen/Hitzerode und am Freitag, d. 05.04.2013, um 18:30 Uhr gegen die SG Ziegenhagen/Ermschwerd/ Gertenbach, insbesondere aber bei dem bereits zwei Tage später folgenden Auswärtsspiel um 15:00 Uhr beim Verfolger SC Eintracht Germerode wird sich zeigen, ob der unnötige Punktverlust in Hundelshausen nur ein Ausrutscher war. Sollte man beim Spitzenspiel in Germerode mit einer Niederlage vom Platz gehen, würden sicher alle Verfolger wieder Morgenluft wittern. Auf der anderen Seite brächte ein Sieg beim vermeintlich stärksten Verfolger den LFV in eine hervorragende Ausgangslage im Kampf um die ersten beiden Plätze, die zum direkten Aufstieg in die Kreisliga A berechtigen.