Spiel am 25.05.2013: SG Frankersh./Hitzer. - LFV 3:0 (1:0)

0:3-Schlappe nach desolater Vorstellung

Im letzten Serienspiel in der Kreisliga B musste unsere Mannschaft eine überraschende und in dieser Höhe nicht zu erwartende 0:3-Auswärtsniederlage beim Tabellenfünften SG Frankershausen/Hitzerode hinnehmen. Dabei zeigten fast alle Spieler eine enttäuschende Leistung, die eines Meisters mehr als unwürdig war.

Der LFV musste in Frankershausen ohne seinen Mittelfeld-Lenker Moritz Stieling auskommen, dessen Fehlen während des gesamten Spieles nicht kompensiert werden konnte, zumal die meisten LFV-Akteure an diesem Tage viel zu statisch spielten und wenig Laufbereitschaft zeigten. Man hatte zwar gegen die sehr defensiv eingestellten Gastgeber ein klares optisches Übergewicht, ließ aber jeglichen Spielwitz und die nötige Durchschlagskraft vermissen, so dass man lediglich mit einigen Distanzschüssen ein wenig Gefahr ausstrahlen konnte. Diese Schüsse verfehlten jedoch alle knapp das Tor oder wurden eine sichere Beute des ausgezeichneten Torhüters der Gastgeber, der im Laufe des Spieles zum besten Akteur auf dem Platz wurde. Zudem wurde dem LFV gleich in der Anfangsphase des Spiels ein berechtigter Foulelfmeter versagt, als Michael Classen in Höhe des Fünfmeterraumes von seinem Gegenspieler von hinten klar umgestoßen wurde. Die Gastgeber selbst hatten in der ersten Halbzeit nur eine einzige Torchance, konnten diese aber in der 18. Minute durch einen sehenswerten und unhaltbaren Schlenzer in die lange Ecke zur zu diesem Zeitpunkt völlig überraschenden 1:0-Führung verwerten. Begünstigt wurde dieser Treffer, wie auch die weiteren Tore, durch eine gewisse Schlafmützigkeit unserer Abwehr, die hier nicht energisch genug störte und bei allen Gegentoren den Eindruck vermittelte, als wolle sie sich um den Friedensnobelpreis bewerben.

Auch in der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Der LFV versuchte zwar, das Spiel zu machen, war aber in seinen Aktionen viel zu ideenlos und ohne jegliches Durchsetzungsvermögen, so dass die dicht gestaffelte Abwehr der Gastgeber wenig Mühe hatte, unsere diesmal sehr harmlosen Angreifer in Schach zu halten. In der 55. und 65. Minute konnte die SG sogar noch zwei weitere Treffer erzielen und brachte damit das Kunststück fertig, aus nur drei Chancen drei Tore zu machen. Dagegen hatte man beim LFV diesmal das Gefühl, man könne noch drei Stunden spielen und es würde immer noch kein Treffer gelingen. Daran änderte auch unser Trainer nichts mehr, der sich in der Schlussphase für Torjäger Michael Classen selbst einwechselte - eine Maßnahme, die bei den mitgereisten Lichtenauer Zuschauern allerdings etwas Unverständnis hervorrief, auch wenn Michael in diesem Spiel, wie fast alle LFV-Akteure, weit unter seinen Möglichkeiten blieb. 

Diese klare Schlappe im letzten Serienspiel ist zwar kein Beinbruch, da unsere Mannschaft ja schon vorher die Meisterschaft errungen hatte. Sie zeigt aber eindrucksvoll, dass noch viel Arbeit vor allen Akteuren im LFV liegt, wenn man auch in der kommenden Serie eine Klasse höher eine gute Rolle spielen will. Zudem erscheint eine personelle Aufstockung unumgänglich, da der jetzige Kader doch relativ dünn besetzt ist und der Ausfall einiger Leistungsträger derzeit noch nicht ausreichend genug kompensiert werden kann. Da diesbezüglich aber bereits sehr erfolgversprechende Gespräche angelaufen sind, dürfen wir uns schon alle auf die kommende Serie in der Kreisliga A und die dann anstehenden Begegnungen mit altbekannten Rivalen wie Witzenhausen und Fürstenhagen freuen.