Spiel am 03.08.2019: OSC Vellmar II - LFV 2:3 (1:3)

Auftakt geglückt - aber noch Luft nach oben

Der LFV gewann sein erstes Gruppenligaspiel beim letztjährigen Tabellenachten OSC Vellmar II verdient mit 3:2, wobei noch nicht alles reibungslos funktionierte und die Mannschaft insbesondere in der zweiten Halbzeit noch viel Luft nach oben erkennen ließ.

Die neuformierte Truppe um unsere Spielertrainer Alex Cucu und Eduard Grosu geriet bereits in der 8. Minute nach einer Unsicherheit unserer Abwehr, bei der auch unser Keeper Gheorghi Bantis etwas unglücklich agierte, mit 0:1 ins Hintertreffen. Doch ließ man sich von diesem frühen Rückstand nur wenig beeindrucken und übernahm in der Folgezeit mehr und mehr das Kommando auf dem Platz. Immer wieder angetrieben von Jan Kaufmann, erspielte sich der LFV auch einige Torchancen, die aber zunächst nichts einbrachten. Erst in der 29. Minute fiel der längst fällige Ausgleich. Nach einem beherzten Antritt unseres Neuzugangs Oleksandr Vasylchenko, bei dem er eine Kostprobe seines großen Potenzials gab, prallte sein strammer Schuss von Vellmars Torhüter ab und Torjäger Tadeis Gambetta stand goldrichtig, um das Leder mühelos im Tor zu versenken. Nur drei Minuten später erzielte der aufgerückte Innenverteidiger Dadah Gadea Baringo nach einer präzisen Flanke von Alex Cucu mit einem schönen Kopfballtreffer die 2:1-Führung für den LFV. Als einem Vellmarer Abwehrspieler in der 40. Minute nach einem Eckball ein Eigentor unterlief und den LFV damit mit 3:1 in Führung brachte, schien die Partie zur Halbzeit angesichts der bis dahin gesehenen klaren Lichtenauer Überlegenheit bereits gelaufen.

Doch die bis dahin sehr defensiv eingestellten Gastgeber verstärkten nach dem Wiederanpfiff ihre Angriffsbemühungen und konnten in der 52. Minute durch einen von Neukapitän Sergiu Fondos verursachten Handelfmeter auf 2:3 verkürzen. Dieser Anschlusstreffer zeigte in der Folgezeit Wirkung. Während das Angriffsspiel des LFV nicht mehr so recht auf Touren kam, suchten die Gastgeber jetzt ihr Heil im Spiel nach vorn, kämpften verbissen um jeden Ball und unterbanden so die durchaus vorhandenen Lichtenauer Konterchancen meist schon frühzeitig, wobei sie auch vor unfairen Mitteln nicht zurückschreckten. Insbesondere unser Spielmacher Jan Kaufmann bekam die Vellmarer Zweikampfhärte immer wieder zu spüren. In der 75. Minute wurde es dann selbst dem bis dahin recht großzügig leitenden Schiri zu viel und er schickte (endlich!) den größten Vellmarer Hitzkopf mit Geld/Rot vom Feld. Nach einer Notbremse an Jan Kaufmann durfte ein weiterer Vellmarer Akteur mit Roter Karte in der 82. Minute vorzeitig zum Duschen gehen. Doch obwohl unsere Mannschaft nun in den letzten zehn Minuten mit zwei Mann in Überzahl spielte, fand sie nicht mehr zu ihrer in der ersten Halbzeit gezeigten spielerischen Linie zurück und legte auch in der Schlussphase noch eine gewisse Unsicherheit an den Tag, so dass man letztlich froh war, als der Schiedsrichter abpfiff und ein knapper, aber alles in allem durchaus verdienter 3:2-Auswärtssieg zu Buche stand. Nach dem Abpfiff handelte sich Alex Cucu durch eine Unsportlichkeit noch eine völlig überflüssige Gelb/Rote Karte ein.

Folgende Spieler kamen für den LFV zum Einsatz:

Gheorghi Bantis, Waldemar Hein, Sergiu Fondos, Dadah Gadea Baringo, John Schneider, Eduard Grosu, Benjamin Orschel, Jan Kaufmann, Alexandru Cucu, Tadeis Gambetta, Oleksandr Vasylchenko, Lukas Dickel, Mike Hoffmann, Luetfi Elevli.

Bereits am kommenden Samstag kommt es um 15:30 Uhr im ersten Heimspiel zum mit Spannung erwarteten Kreisderby gegen den letztjährigen Tabellenfünften SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach. Da sich beide Mannschaften durch namhafte Spieler verstärken konnten und sehr ambitioniert in die neue Saison starten, wird dieses Derby seine Anziehungskraft sicher nicht verfehlen und vor einer stattlichen Zuschauerkulisse über die Bühne gehen. Wie der glatte 4:0-Auftaktsieg der Spielgemeinschaft gegen den Verbandsligaabsteiger und Mitfavoriten SV Kaufungen zeigt, befindet sich KleinHunDo offenbar schon in bestechender Frühform, so dass sich unsere Mannschaft erheblich wird steigern müssen, um bei dieser ersten echten Standortbestimmung gegen die in weiten Teilen bereits eingespielten Gäste zu bestehen. Auf jeden Fall dürfen sich die Zuschauer bereits jetzt auf beste Fußballkost freuen.